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Autoverwertung

Autoverwertung gibt es seit es Autos gibt. SchrottplA�tze sind legendA�r.

Bis heute geht es bei der Autoverwertung um den Ausbau von Ersatzteilen und die Gewinnung von Wertstoffen, die sich teils zu vernA?nftigen Preisen vermarkten lassen.

Anfang der 70iger Jahre A�gingen meine Freunde und ich A�zum Schrottplatz. Wir haben fA?r unsere KA�fer die benA�tigten Ersatzteile ausgebaut. Das war mal eine TA?r, ein Motor, ein Getriebe oder ein Spiegel. Was nicht nachgefragt wurde, verkaufte der HA�ndler schlieAYlich als Schrott. Heute wird das Auto nicht nur als Ersatzteilspender sondern aufgrund steigender Rohstoffpreise zunehmend auch als WertstofftrA�ger wahrgenommen.

 
In Deutschland regelt die Altfahrzeugverordnung das Zusammenspiel aller Beteiligten. Hintergrund dieses Regelwerkes ist Recht, das in ganz Europa gilt. Eine Kreislaufwirtschaft wurde installiert und sorgt dafA?r, dass Materialien wirtschaftlich optimal zurA?ck gewonnen und Ressourcen geschont werden. Um das Altauto bemA?ht sich mittlerweile eine ganze Branche. In Deutschland sind das etwa 1200 zertifizierte Autoverwerter.

Kommt das Altfahrzeug zum Autoverwerter, so werden dort zumA�Schutz der Umwelt A�alle Schadstoffe wie z.B. Kraftstoff, Motor- und GetriebeA�l, BremsflA?ssigkeit, Batterien, Airbags und Reifen entfernt. AuAYerdem werden funktionsfA�hige, marktgA�ngige Ersatzteile ausgebaut, eingelagert oder direkt verkauft. A�Im Internet stellen A�Gebrauchtteile-Plattformen mittlerweile einen schwunghaften Handel mit Ersatzteilen sicher. Am Ende des Verwertungsprozesses bleibt eine Restkarosse A?brig, die zur Wertstoffgewinnung im Schredder weiterbearbeitet wird.

Deutsche Autoverwerter kA�nnen natA?rlich mehr als nur gut 500.000 Altfahrzeuge jA�hrlich zu verwerten. Das haben sie zu Zeiten der AbwrackprA�mie eindrucksvoll bewiesen. Leider gehen mit alten Autos zu viele Ressourcen ins Ausland, die bei uns verwertet werden kA�nnten. Aber auch im Inland, so klagen zertifizierte Autoverwerter, gehe nicht jedes Altauto den gesetzlich vorgeschriebenen Weg. Wieso werden hierzulande laut Umweltbundesamt A�Tonnagen von grob geschA�tzt 800.000 Restkarossen (2013) in Schredderanlagen verarbeitet und nicht nur die 500.000 aus zertifizierten Autoverwertern? Die Theorie des Gesetzgebers und die gelebte Praxis weichen voneinander ab.

Das Umweltbundesamt hat sich mit dem Projekt „Verbleib von Altfahrzeugen“ dieses Themas angenommen. Den AbschluAYbericht finden Sie unter https://www.umweltbundesamt.de/publikationen/entwicklung-von-loesungsvorschlaegen.

Um der ursprA?nglich angedachten Kreislaufwirtschaft beim Altfahrzeugrecycling endlich in vollem Umfang Geltung zu verschaffen, bedarf es umfangreicher Anpassung von Gesetzen und Verordnungen und -was am wichtigsten- ist den Willen aller Beteiligten mitzumachen.

Mit meiner Erfahrung kann ich einen Beitrag zur Verbesserung der aktuellen Situation liefern.