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Ressourcen

Wirtschaftliches Wachstum und steigender Wohlstand benötigen immer mehr Ressourcen. Technischer Fortschritt und Unternehmergeist vergrößern ständig das Potential nutzbarer Rohstoffe. Doch ist uns mehr und mehr bewusst, dass wir unseren Planeten ausplündern. Wir müssen gegensteuern. Die größte Ressource der Erde, unser Abfall , wird nicht genügend erschlossen und genutzt. Da müssen wir ansetzen.

Jedes Auto ist ein Wertstofflager. Das Auto besteht zu über 70% aus Metallen. Wir reden nicht umsonst vom Blechschaden. Aus Altautos werden Stahl, Aluminium, Kupfer, Blei, und Edelmetalle gewonnen. Vielfach ersetzen sie heute schon als Sekundärrohstoffe primäre Ressourcen und schonen die Umwelt.

Bei den Autoverwertern beginnt der Kreislauf des Metall-Recycling. Aus Altfahrzeugen werden zunächst Schadstoffe entfernt und Ersatzteile ausgebaut. Gezielt werden auch Bauteile mit interessanten Wertstoffen demontiert und vermarktet. Übrig bleibt die Restkarosse. Sie wird im Schredder in kleine Stücke zerschlagen und im wesentlichen nach Verwendungszweck vorsortiert. Eisenschrott geht meist ins Stahlwerk. Andere metallische Wertstofffraktionen wie Aluminium, Kupfer und Edelmetalle werden vor ihrer Verwendung als Sekundärrohstoffe weiter aufbereitet.

Autos werden größer, steifer aber nur bedingt schwerer. Trends wie Leichtbau, Elektro-, Hybridantriebe, Hochvoltbatterien und der zunehmende Bedarf an Elektronik bestimmen den Markt. Neue Material- und Rohstoffkombinationen wie z.B. mit Kunststoff verstärkter Stahl werden verwendet. Lithium-Ionen-Batterien stellen eine sehr spezielle Herausforderung dar. Wie lassen sich solche Autos verwerten?kologische Wiederverwertung

Die ganze Recyclingkette beginnend bei Autoverwerter benötigt Informationen, um sich frühzeitig darauf einzustellen. Verfahren zur Rückgewinnung müssen angepasst und zum Teil noch entwickelt werden. Wie beim Elektronikschrott ist es auch beim Altauto notwendig Materialveränderungen zu erkennen und den Verwertungsprozess anzupassen. Chancen bieten sich, Wertstoffe durch gezielten Ausbau zu konzentrieren und hochwertig zu vermarkten.

Das Umweltbundesamt hat sich mit dem Projekt „ORKAM-Separation von Fahrzeugelektronik“ dieses Themas angenommen.Während meiner Zeit bei Callparts Recycling GmbH war ich Projektleiter und firmiere als Mitautor der Studie. Sie finden den Abschlußbericht unter https://www.umweltbundesamt.de/publikationen/optimierung-der-separation-von-bauteilen
Das Projekt hat seinen Niederschlag in der Ressourcenschutzstrategie der Bundesregierung ProgRess II gefunden.

Sicher ist, dass Autoverwerter auf Ressourcenwandel vorbereitet sein müssen. Nicht nur Stapler, Hebebühnen, Pressen, müssen angepasst werden. Lagerflächen und die gesamte Betriebsorganisation sind darauf auszurichten.

Auch wenn die Verwertung moderner Fahrzeuge erst in 10 – 15 Jahren ansteht, die Geschäftsstrategie ist rechtzeitig auf diese Veränderungen auszurichten. In der Hektik des Alltags fehlt schon einmal die Ruhe, ein Gesprächspartner und die Zeit!

Sprechen Sie mich an, wenn ich Sie bei der Anpassung Ihres Betriebes an neue Herausforderungen oder der Suche nach neuen Geschäftsfeldern unterstützen kann!